In eigener Sache
Warum es Domain Brief gibt
Nach fast 27 Jahren und 1.327 Ausgaben ist der Domain-Newsletter von domain-recht.de eingestellt. Einen deutschsprachigen Ersatz gibt es nicht. Die Redaktion konnte ihren Lesern zum Abschied nur englischsprachige Quellen empfehlen. Domain Brief schließt diese Lücke: donnerstags und unabhängig.
Am 30. Juli 2026 ist der Domain-Newsletter von domain-recht.de zum letzten Mal erschienen, Ausgabe #1.327, knapp 27 Jahre nach der ersten im Dezember 1999. Die Redaktion hat ihren Leserinnen und Lesern zum Abschied eine Liste von Quellen mitgegeben, bei denen sie sich künftig informieren können: ICANN, Heise, Domain Incite, Domain Name Wire, den Goldstein Report und CircleID. Bis auf Heise gibt es dort keine deutschsprachige Adresse. Das ist der Grund für den Domain Brief.
Der Bedarf hat sich nämlich nicht verändert. Wer in Deutschland, Österreich oder der Schweiz beruflich mit Domains zu tun hat, muss wissen, welche Top-Level-Domains kommen und welche verschwinden, wie Gerichte über Domainnamen entscheiden, was ICANN und die Registries beschließen und was Domains am Markt kosten. Diese Informationen gibt es, aber sie liegen verstreut in englischsprachigen Quellen, Pressemitteilungen und Entscheidungsdatenbanken. Wer sie zusammentragen will, verbringt damit mehrere Stunden.
Was du hier bekommst
Donnerstags eine Ausgabe mit den Meldungen der Woche:
- neue und auslaufende Top-Level-Domains
- Entscheidungen aus UDRP-Verfahren und Rechtsprechung zu Domains und Marken
- Registry- und ICANN-Politik einschließlich der europäischen Regulierung
- Marktzahlen und dokumentierte Verkaufspreise
- Termine und Veranstaltungen der Branche
Knapp, mit Quelle und eingeordnet. Was wichtig ist, steht im ersten Satz.
Wer dahintersteht
Domain Brief wird von Tobias Sattler herausgegeben. Er arbeitet seit rund zwanzig Jahren in der Domainbranche, war zuletzt Vorstand bei united-domains, Vorsitzender des PTI/IANA-Boards sowie Mitbegründer der TechOps-Gruppe bei ICANN. Seine Veröffentlichungen zu Struktur und Ökonomie des Domainmarkts erscheinen unter anderem in IEEE Access und bei Springer Gabler. Domain Brief ist unabhängig; hinter der Publikation stehen weder ein Registrar noch eine Registry noch ein Verband. Die Beiträge werden recherchiert und geschrieben, nicht generiert.
Was als Nächstes ansteht
Am 12. August 2026 schließt das Bewerbungsfenster der 2026er Runde für neue generische Top-Level-Domains. Danach werden die Bewerbungen offengelegt, es folgen Einwendungen, die Prüfung auf Zeichenähnlichkeit und die Auflösung konkurrierender Bewerbungen. Das ist die größte Bewegung im Namensraum seit der letzten nTLD-Runde 2012 und wird die Branche bis weit ins kommende Jahr beschäftigen. Wenn du das mitverfolgen willst, abonniere den Domain Brief.