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Ohne private Einigungen dürften mehr Konkurrenzen der neuen Runde bei ICANN versteigert werden
In der Runde 2012 landeten nur 16 der 234 Konkurrenzgruppen in einer ICANN-Auktion. Diesmal sind private Einigungen verboten. Den Bewerbern in den 263 Gruppen bleiben Rückzug, Ersatzzeichenfolge, Community-Vorrang und Auktion, Marken auch eine neue Zeichenfolge. ICANN könnte hohe Erlöse erzielen. Eine Einordnung.
Die Zahlen vom Reveal Day zeigen eine zweigeteilte Runde. Auf der einen Seite stehen die Marken. Von 333 Markenbewerbungen haben 315 keinen Konkurrenten. Auf der anderen Seite stehen die Portfolio-Bewerber mit generischen Begriffen. Für sie beginnt jetzt der eigentliche Wettbewerb.
Identity Digital stellt die größte Bewerbergruppe
In ICANNs Liste taucht Identity Digital nicht auf. Seine 216 Bewerbungen laufen über 28 Gesellschaften, darunter Hair Apparent und Toddler Logic. Ihre Endungen stimmen genau mit der Liste überein, die Identity Digital am 7. Oktober veröffentlicht hat. Alle 28 nennen in der Bewerbung dieselbe oberste Muttergesellschaft, nämlich eine Gesellschaft von Ethos Capital. Ähnlich ist Namecheap vorgegangen. Seine 40 Bewerbungen laufen über 20 nach Sternen benannte Gesellschaften, etwa Polaris Exploration.
Damit stellt Identity Digital die größte Bewerbergruppe der Runde. 157 seiner 216 Bewerbungen stehen in Konkurrenz. Die Link Freedom Group hat 118 ihrer 158 Bewerbungen in Konkurrenz. Bei XYZ.COM sind es 100 von 139, bei den Registry Services von GoDaddy 66 von 77. Intercap kommt auf 54 von 71, Radix auf 41 von 46 und ShortDot auf 32 von 40. Nach Auswertung von Domain Brief sitzt mindestens einer dieser sieben in 236 der 263 Gruppen. Identity Digital trifft in 77 Gruppen auf XYZ und in 68 auf die Link Freedom Group.
Google steht dagegen nur mit 13 seiner 39 Bewerbungen in Konkurrenz, Meta mit einer von 18. Wer seine eigenen Marken beantragt, bleibt meist allein. Wer generische Begriffe sammelt, muss mit Mitbewerbern rechnen. Für diese Bewerber wird die Runde vor allem eine Frage des Budgets sein.
Fünf Wege aus der Konkurrenz
Das Applicant Guidebook verbietet private Auktionen, Gemeinschaftsunternehmen sowie jegliche andere private Absprachen zur Auflösung. Es hält selbst fest, dass private Auktionen seit 2012 ein Streitthema waren. Nur die Wege des Programms sind erlaubt.
Der erste Weg ist die Ersatzzeichenfolge. Bis zum 21. Oktober können Bewerber auf sie wechseln. Nach Auswertung von Domain Brief haben 287 der 891 Bewerbungen in Konkurrenz eine noch nutzbare Ersatzzeichenfolge. In 87 Gruppen könnten alle Bewerber, bis auf einen, ausweichen. Absprechen dürfen sie sich dabei nicht. Wer wechselt, gibt den begehrten Begriff kampflos auf und weiß nicht, ob die anderen es auch tun.