ccTLDs
CENTR wirbt bei der EU-Politik mit zwölf Beispielen aus der Arbeit der Länderendungen
Der europäische Registry-Verband CENTR hat am 5. Oktober eine Broschüre mit zwölf Beispielen aus der Arbeit seiner Mitglieder veröffentlicht. Sie richtet sich an die EU-Politik. Künftige Regulierung solle auf dieser Arbeit aufbauen, statt sie zu duplizieren, heißt es im Schlusswort.
Die Beispiele sind in vier Felder unterteilt: Widerstandsfähigkeit, Interoperabilität, Online-Sicherheit sowie Bildung und Aufklärung. Aus dem deutschsprachigen Raum ist nur nic.at vertreten, mit dem Anycast-DNS-Dienst RcodeZero. Dazu kommt etwa die Registry-Software FRED von CZ.NIC, das Prüfwerkzeug Zonemaster von Afnic und Internetstiftelsen sowie das Frühwarnsystem APEWS von EURid.
Die Broschüre nennt einige Zahlen. FRED läuft bei 13 Länderendungen, CZ.NIC bereitet die Software auch für neue gTLDs vor. DNS Belgium prüft seit März 2024 neue .be-Registrierungen mit dem Werkzeug RegCheck, das es gemeinsam mit SIDN entwickelt hat. Seither würden weniger Domains wegen Verstößen widerrufen. Die estnische Registry stellt für Bildungsprojekte jährlich 50.000 Euro aus den Erlösen der Auktionen gelöschter Domains bereit.
CENTR hat 51 Vollmitglieder. Laut Angaben des Verbands verwalten Sie mehr als 76 Millionen Domains.