IP-Adressen
RPKI verursacht weniger als ein Prozent der BGP-Updates
Die Absicherung von Routen mit RPKI belastet das Routing im Internet bisher kaum. Das zeigt eine Studie der Universitäten Roma Tre und UCLouvain, die auf Daten aus mehr als elf Jahren basiert. Weniger als ein Prozent aller BGP-Updates lassen sich auf Änderungen in der RPKI zurückführen. Der Anteil wächst mit der Verbreitung: Bei IPv4 stieg er von 0,069% im Mai 2024 auf 0,116 % im August 2025.
RPKI steht für Resource Public Key Infrastructure. Netzbetreiber legen damit kryptografisch fest, welches Autonome System ein IP-Präfix ankündigen darf. Wird eine solche Berechtigung angelegt, geändert, widerrufen oder läuft sie ab, können Router ihre Entscheidung ändern und BGP-Updates auslösen. Die Zahl dieser Änderungen ist seit 2014 stark gestiegen.
Die Autoren haben diese Ereignisse anhand von Archivdaten rekonstruiert. Für die betroffenen Präfixe rechneten sie alle BGP-Updates bis zu drei Stunden nach einem RPKI-Ereignis zu. Der Wert ist deshalb eher zu hoch als zu niedrig. Sorgen um die Stabilität sind nach ihrem Urteil kein Grund, auf RPKI zu verzichten. Sie raten jedoch, die Entwicklung weiter zu beobachten.
Die Arbeit von Samuele Quinzi, Cristel Pelsser und Giuseppe Di Battista ist im Juni in den Proceedings of the ACM on Networking erschienen. Quinzi hat sie am 2. Oktober im APNIC-Blog zusammengefasst.