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ARIN will Whois abschalten und vollständig auf RDAP wechseln
ARIN will drei Verzeichnisdienste abschalten und nur RDAP behalten. Whois auf Port 43 soll dort frühestens Anfang 2029 enden. Wer seine Abfragen automatisiert hat, muss umbauen. ARIN nimmt Rückmeldungen bis zum 14. September entgegen.
Das amerikanische Regionalregister hat den Fahrplan am 14. August vorgeschlagen. Drei Dienste fallen weg, einer bleibt. Die Fristen nennt ARIN als frühestmögliche Termine:
- Die Whois-RWS-Schnittstelle, frühestens ab 1. Juli 2027
- RWhois, bei dem Provider eigene Server für ihre Adressblöcke betreiben, frühestens ab 1. Januar 2028
- Whois auf Port 43, das Verfahren von 1982, frühestens ab 1. Januar 2029
Vor jeder Abschaltung liegt ein Übergang. Der WHOIS-RWS-Schnittstelle gibt ARIN 180 Tage Vorlaufzeit, dem RWhois ein Jahr, gerechnet ab dem Tag, an dem das Werkzeug zum Umstellen bereitsteht, und Port 43 zwei Jahre. Die Weboberfläche von Whois-RWS bleibt vorerst bestehen. Sie soll erst auf RDAP umgestellt werden, wenn sich dort gleichwertig abfragen lässt. Angekündigt wird das mindestens 30 Tage im Voraus.
Begründet wird der Abbau mit drei Punkten: kleinerer Angriffsfläche, einfacherem Betrieb und niedrigeren Kosten. Vier Verzeichnisdienste für weitgehend dieselben Daten zu pflegen, lohnt sich für ARIN nicht mehr. Neue Funktionen will es ohnehin nur noch für RDAP bauen. Als Beispiel nennt ARIN Geolocation.
Die Domainseite ist schon durch
Neu ist der Weg nicht. Bei den generischen Endungen hat ICANN ihn hinter sich. Seit dem 28. Januar 2025 ist RDAP dort die maßgebliche Quelle für Registrierungsdaten; Whois gilt als abgelöst. Jetzt will ARIN auf der Nummernseite nachziehen.
Betroffen sind diejenigen, die Abfragen in Werkzeuge eingebaut haben: Abuse-Bearbeitung, Monitoring und Ermittlungsarbeit. Wer Port 43 nutzt, muss spätestens mit der Abschaltung von Port 43 auf RDAP umstellen. Wer die Whois-RWS-Schnittstelle nutzt, kann deutlich früher. Ein vergleichbares Enddatum haben die anderen Regionalregister bisher nicht genannt.
Beschlossen ist noch nichts. ARIN hat den Plan zur Konsultation veröffentlicht und nimmt bis zum 14. September 2026, 17 Uhr Ostküstenzeit, Stellungnahmen unter arin-consult@arin.net entgegen.