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ICANN verweist Kennzahlen-Vorschlag aus dem GUS-Raum auf die eigenen Gremien
Die zwischenstaatliche Kommunikationsorganisation RCC aus dem GUS-Raum wollte, dass ICANN eigene Kennzahlen für Universal Acceptance entwickelt und der ITU vorlegt. ICANN-Chef Kurt Erik Lindqvist sagt einen solchen eigenen Prozess nicht zu. Er verweist stattdessen auf bestehende Gremien.
RCC steht für Regional Commonwealth in the Field of Communications. Die Organisation wurde 1991 gegründet. Ihr Exekutivkomitee sitzt in Moskau. Bei der ITU ist sie als regionale Telekommunikationsorganisation anerkannt, beim Weltpostverein als regionaler Zusammenschluss geführt.
Kennzahlen für die Statistik der ITU
Ihr Generaldirektor Alexey Borodin schrieb am 3. September an den ICANN-CEO Kurtis Lindqvist. Anlass war ein Vorschlag aus ICANNs Eingabe zur Weltkonferenz der ITU zur Telekommunikationsentwicklung 2025. Danach sollte gemessen werden, wie weit Universal Acceptance in den Ländern umgesetzt ist. Gemeint ist, ob die Software alle gültigen Domainnamen und E-Mail-Adressen akzeptiert, insbesondere solche mit internationalisierten Zeichen.
Borodin schlug vor, dass ICANN hierfür einen eigenen Arbeitsprozess mit seiner Gemeinschaft startet. Die Kennzahlen sollten auf nationaler Ebene funktionieren und anschließend der ITU vorgeschlagen werden. Diese sollen sie regelmäßig in ihren Mitgliedstaaten erheben. Ausdrücklich wollte Borodin ein eigenes Messsystem, getrennt von der Arbeit, die ICANN mit der UNESCO leistet. Die RCC bot an, Statistikbehörden und Verwaltungen einzubinden.
Lindqvist nennt die vorhandenen Wege
Lindqvist antwortete am 28. September. Er dankt für die Unterstützung, einen eigenen Prozess sagt er aber nicht zu. Viele RCC-Mitglieder nahmen am Regierungsbeirat GAC teil. Sie könnten sich in dessen Arbeitsgruppe für Universal Acceptance und IDN einbringen. Für die Verwalter der Länderendungen gibt es einen entsprechenden Ausschuss in der ccNSO.
Zudem verweist Lindqvist auf die Leitlinien der UA-Expertengruppe. Vier davon befassen sich mit Kennzahlen. ICANN prüft derzeit, welche Prioritäten sich daraus ableiten lassen und was künftig umgesetzt werden könnte. Beim World Telecommunication/ICT Indicators Symposium hatte ICANN 2025 vorgeschlagen, dass sich die ITU-Expertengruppe mit UA-Kennzahlen befasst.
Messansätze sollten weltweit anwendbar sein, schreibt Lindqvist, und zugleich regionale Erfahrungen berücksichtigen. ICANN wird die Arbeit über die eigenen Gremien sowie in Zusammenarbeit mit der ITU und der UNESCO fortsetzen.