ICANN
ICANN nimmt mehr ein und gibt für das gTLD-Programm 39 Millionen Dollar aus
ICANN hat den geprüften Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2026 veröffentlicht. Die Einnahmen stiegen um zwölf Prozent auf 174,4 Millionen Dollar. Registrare zahlten 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Programm für neue gTLDs kostete 39,1 Millionen Dollar. Gebühren aus der laufenden Runde sind nur in geringem Umfang enthalten, da das Geschäftsjahr mitten im Bewerbungsfenster endete.
Das Geschäftsjahr lief vom 1. Juli 2025 bis zum 30. Juni 2026. Die Prüfer von Baker Tilly haben den Abschluss ohne Einschränkungen bestätigt. Registries zahlten 97,8 Millionen Dollar, 7 Prozent mehr als im Vorjahr. Von Registraren kamen 67,3 Millionen Dollar, gegenüber 56,8 Millionen Dollar im Vorjahr. ICANN führt den Anstieg auf mehr registrierte Domains zurück. 38 Prozent der Einnahmen entfallen zusammen auf eine einzige Registry und einen einzigen Registrar. Namen nennt der Bericht nicht.
Das laufende Geschäft erzielt einen Überschuss
Die Ausgaben stiegen um knapp zehn Prozent auf 192,1 Millionen Dollar. Das laufende Geschäft schloss mit einem Überschuss von 18,4 Millionen Dollar ab. Das Programm für neue gTLDs kostete 39,1 Millionen Dollar, davon 27,2 Millionen für die Runde 2026. Ein Jahr zuvor waren es insgesamt 28,9 Millionen. Aus der Runde 2026 verbuchte ICANN bis Ende Juni 3,1 Millionen Dollar. Weitere 3,0 Millionen Dollar an Bewerbungsgebühren waren noch nicht als Ertrag verbucht. Das Bewerbungsfenster lief damals noch bis zum 12. August.
Bei Kapitalerträgen von 35,7 Millionen Dollar stieg das Nettovermögen unter dem Strich um 18,1 Millionen Dollar auf 574 Millionen Dollar. Der Bestand der Auktionserlöse aus der Runde 2012 lag Ende Juni bei 238,5 Millionen Dollar. Aus seinem Förderprogramm zahlte ICANN knapp vier Millionen Dollar aus. Die Zahl der Beschäftigten stieg von 449 auf 454.
Die Länderendungen zahlten freiwillig 2,3 Millionen Dollar. DENIC überwies für .de wie in den Vorjahren 130.000 Dollar, nic.at für .at 20.000 Dollar. Für .ch gingen 12.000 Dollar ein, im Vorjahr waren es 24.000.