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Analysys Mason bekommt zwei weitere Prüfgremien der neuen Runde
Die Firma prüft künftig, welche Bewerbung einen geografischen oder reservierten Namen trägt. Im März hatte sie bereits die Community Priority Evaluation erhalten. Bei der Runde 2012 waren an der Prüfung geografischer Namen noch drei Einrichtungen beteiligt.
ICANN hat am 3. September den Anbieter für zwei Prüfgremien der Bewerbungsrunde 2026 benannt. Analysys Mason Limited übernimmt das Geographic Names Panel und das Reserved Names Panel. Die Firma berät Telekommunikations- und Medienunternehmen. Sie hat nach eigenen Angaben über 400 Berater in 17 Büros.
Dass beide Aufgaben an ein Haus gehen, war Absicht. Schon in der Voranfrage vom 18. August 2025 schrieb ICANN, dass man die Arbeit bei einem einzigen Anbieter zusammenlegen wolle. Die eigentliche Ausschreibung begann im Februar 2026.
Was die Gremien prüfen
Das Geographic Names Panel entscheidet, ob eine beantragte Endung einen geografischen Namen darstellt. Bei Länder- und Gebietsnamen scheitert die Bewerbung. Eine weitere Prüfung ist nicht vorgesehen. Bei allen anderen geografischen Namen prüft das Gremium, ob die verlangte Zustimmung der Behörde vorliegt und echt ist. Es darf dafür diplomatische Stellen befragen und beim Unterzeichner nachfragen, ob er das so gemeint hat. Die Regel steht in Abschnitt 7.5.3.2 der Bewerbungsrichtlinie.
Das Reserved Names Panel befasst sich mit Endungen, die eigentlich gesperrt sind. Dazu zählen die Namen des Roten Kreuzes und des Roten Halbmonds, des Internationalen Olympischen Komitees sowie bestimmter Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen. Wer einen solchen Namen beantragt, muss seine rechtliche Existenz nachweisen und gegebenenfalls ein Schreiben der Dachorganisation oder der zuständigen öffentlichen Stelle vorlegen. Reichen die Unterlagen nicht, scheitert die Bewerbung zunächst. Der Bewerber kann dann eine erweiterte Prüfung beantragen und muss auf Nachfragen innerhalb von 21 Tagen antworten. Abschnitt 7.2.2.2 regelt das.
Ein Anbieter, drei Gremien
Analysys Mason hatte den Zuschlag für die Community Priority Evaluation bereits am 18. März erhalten. Das Verfahren kommt bei konkurrierenden Bewerbungen um gleiche oder verwechselbare Endungen zum Einsatz. Eine Gemeinschaftsbewerbung kann sich damit Vorrang verschaffen.
2012 lag die Prüfung geografischer Namen bei einem Verbund aus drei Häusern: der Economist Intelligence Unit, InterConnect Communications und dem University College London. Die Gemeinschaftsprüfung führte damals die Economist Intelligence Unit durch.
Die Bewerbungsfrist endete am 12. August. Bei ICANN liegen mehr als 1.600 Bewerbungen vor. Durch das Geographic Names Panel muss jede einzelne davon. Das Reserved Names Panel und die Community Priority Evaluation kommen nur in den einschlägigen Fällen zum Zug. Drei Rollen haben also nicht drei Mal dieselbe Reichweite.